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17.09.2018
Classic Cars: Milliardenmarkt im Wandel
[ct-red] Für die neue Studie "Classic Cars – Milliarden-Markt im Wandel" hat die Unternehmensberatung BBE Automotive den Markt für Youngtimer und Oldtimer untersucht. Anläßlich der automechanika (11.09.-15.09.2018) wurde die Studie am Freitag nachmittag in Halle 12.1. im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt.
Classic Cars: Milliardenmarkt im Wandel
Getragen wird die Studie vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Der Markt für echte Classic Cars umfasst laut den Autoren der Studie rund 2,2 Millionen Fahrzeuge. Diese Oldtimer ab 30 Jahren und die in der Freizeit genutzten Youngtimer ab 20 Jahren stehen in Summe für ein Marktvolumen von etwa 10 Milliarden Euro. Die Zahl der Classic Cars in diesem Markt wird insbesondere durch preiswertere Fahrzeuge wachsen. Stagnieren wird jedoch das Marktvolumen, da jüngere Besitzer weniger Geld für Oldtimer ausgeben. Sorge um den Nachwuchs haben die Autoren allerdings nicht. So zeigt auch die IfD-Allensbach Oldtimer-Studie, dass sich 15 Millionen Menschen in Deutschland für Oldtimer interessieren.

Insgesamt wird das Oldtimersegment von deutschen Marken dominiert, 70 Prozent aller Oldtimer ab 30 Jahre tragen ein deutsches Markenlogo. Es folgen die italienischen Marken mit einem Anteil von 7 Prozent, gefolgt von britischen und US-amerikanischen mit 6 Prozent sowie französischen Marken mit einem Anteil von 5 Prozent. Die Oldtimer-Branche muss sich auf neue Zielgruppen einstellen. Classic Cars der Zukunft sind nicht mehr nur die in der Vergangenheit immer teurer gewordenen Premiummodelle. Volumenmodelle der 1980er und 1990er Jahre werden immer interessanter. Gekauft werden diese aus den gleichen emotionalen Gründen wie teurere Oldtimer: Spaß am Fahren, Erinnerung an alte Zeiten. Die Studienautoren erwarten in den kommenden Jahren einen jährlichen Zuwachs um etwa 70 000 Fahrzeuge, die den Sprung über die 30-Jahre-Hürde schaffen. Neben den Premiumfabrikaten sind das insbesondere Cabrios, Coupés und Sportwagen, aber auch die ehemaligen DDR- bzw. osteuropäischen Marken, die über eine eingeschworene Community verfügen. Untersucht wurde auch die regionale Verteilung der Young- und Oldtimer. Oldtimer-Hochburgen liegen eindeutig in kaufkraftstarken Regionen (siehe Grafik nebenstehende). VDA-Geschäftsführer Dr. Joachim Damasky, VDIK-Geschäftsführer Dr. Thomas Almeroth, ZDK-Hauptgeschäftsf und der Geschäftsführer der BBE Automotive GmbH, Gerd Heinemann, stellten die Studie gemeinsam vor und übermittelten das Fazit: „Die Oldtimerbranche müsse sich auf neue Zielgruppen einstellen, da diese mehr als bisher auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis achte.“ Mehr zur Studie und den vorgestellten Ergebnissen finden Sie unter dem weiterführenden Link, unter dem auch der kostenlose Download der Studie angeboten wird.