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05.11.2018
Klassiker in der Autostadt Köln
[RCC/ct-red] Selten, teuer und exklusiv: das sind die Fahrzeuge der amerikanischen Edelmarke Stutz die im Rahmen einer Sonderschau zum 50 Jahr Jubiläum der Stutz Motor Car of America auf der Retro Classic Cologne gezeigt werden. Die Kölner Retro Classic erinnert an die großen Tagen der luxuriösen Straßenkreuzer.
Klassiker in der Autostadt Köln
Die charakteristische Formgebung von Motorhaube und Kühlergrill ist unverkennbar: Als der Investment-Banker James O’Donnell 1968 die legendäre Automarke Stutz wiederbelebte, ließ er sich von den eigenwilligen Entwürfen des Designers Virgil Exner überzeugen. Abnehmer fanden die üppig ausgestatteten Limousinen und Coupés vor allem in gut betuchten Kreisen. Zu den bekanntesten Fahrern zählten Elvis Presley und der deutsche Schauspieler Curd Jürgens, aber auch Super-Stuntman Evel Knievel oder Boxweltmeister Muhammad Ali fuhren Stutz-Limousinen. Eine Sonderschau zum 50 Jahr-Jubiläum der Stutz Motor Car of America auf der Retro Classic Cologne erinnert an die großen Tage der luxuriösen Straßenkreuzer.

Insgesamt 14 Exponate spannen einen weiten Bogen von den ersten Fahrzeugen mit dem Namen Stutz bis zu den „neuen Stutz“ der Siebziger und Achtziger. Ältestes Modell ist ein „Blackhawk“ aus den Werkshallen des Gründers Harry C. Stutz, der in Indianapolis ab 1911 Automobile produzierte. Nach zum Teil beachtlichen Erfolgen mit leistungsstarken Roadstern verlegte sich Stutz Mitte der Zwanziger aufs Hochpreissegment. Dort aber machten Konkurrenzmarken wie Cadillac, Packard oder Lincoln das Rennen um die Kundengunst. Schließlich wurde das Unternehmen 1939 aufgelöst. Mit dem neu aufgelegten „Blackhawk“ (siehe Foto) läutete James O’Donnell 1970 ein erfolgreiches Revival des Markennamens ein. Der in Köln gezeigte Wagen aus dem Folgejahr besticht durch seinen typischen „Retro-Look“, welcher auf klassische Stilelemente zurückgreift und konsequent gepflegt wurde – wovon auch die anderen ausgestellten Stutz-Automobile eindrucksvoll zeugen. Bis zum Produktionsende 1988/1989 wurden etwa 600 Fahrzeuge gebaut. Die Sonderschau in Köln ist eine Premiere, denn in Europa ist es das erste Mal, dass man eine solche Anzahl und Vielfalt an Stutz-Fahrzeugen bestaunen kann.